PRP-Therapie,  („Plättchen-reiches Plasma“ / „Platelet-Rich Plasma“), Vampirlifting, Plasmalifting, Plasmolifting, Draculalifting

PRP-Therapie ist eine körpereigene schonende regenerative Therapie für zahlreiche medizinische und ästhetische Anwendungen, die eine Revitalisierung und Verjüngung im behandelten Bereich bewirken kann.

 

 

Welche Anwendungsbereiche gibt es? 

Ästhetik:

PRP-Therapie findet breite Anwendung im Rahmen ästhetischer und kosmetischer Behandlungen, da sie sich als ein äußerst effektives Anti-Aging-Tool bewährte, unter dessen Einfluss die Körperfunktionen auf einen “Verjüngungs-Modus” schalten.

  • Vampirlifting, Plasmalifting, Plasmolifting, Dracula Therapie
  • Altersbedingte Hautveränderungen (Zeitalterung)
  • Hautalterung durch UVA- und UVB-Einfluss (Photoalterung)
  • Akne-Läsionen und Narben
  • Empfindliche, gestresste Haut
  • Hautkrankheiten (atopische Dermatitis, Psoriasis, Ekzem)
  • Cellulite
  • altersbedingte atrophische Hautveränderungen (Falten, Linien, elastische Falten)
  • Hautschlaffheit
  • Reduktion des Gewebevolumens in der Gesichtsmitte
  • Regeneration und Verjüngung der Haut

 

 

Orthopädie:

In der Traumatologie und Orthopädie wird die PRP-Eigenbluttherapie zur Aktivierung und Steuerung von Geweberegenerationsprozessen eingesetzt.

  • Arthritis und Arthrose
  • Knochenabbau
  • Muskelverspannungen und -krämpfe an Hals, Schulter, Rücken oder Beinen
  • Osteochondrose der Wirbelsäule
  • Rehabilitation nach orthopädischer Operation oder nach Verletzungen
  • Muskelrelaxation und Entspannung von Muskelkrämpfen
  • Schmerzlinderung
  • vermehrte Bildung natürlicher Schmierflüssigkeit im Gelenk
  • Aktivierung der Durchblutung, Verbesserung der Blutversorgung des geschädigten Gelenks
  • Bildung von neuem Knorpelgewebe
  • Stärkung der Muskeln, die das geschädigte Gelenk umgeben
  • Verbesserung die Beweglichkeit von Gelenken
  • Verkürzung von Rehabilitationszeiten nach Verletzungen, chirurgischen Eingriffen und Gelenkersatz-Operationen

 

 

 

 

 

 

Unfallchirurgie / Sportmedizin:

In der Sportmedizin und Unfallchirurgie wird die PRP Eigenblut Therapie erfolgreich als Rehabilitationsmethode nach einer Vielzahl von Verletzungen (Prellungen, Verstauchungen, Frakturen etc.) eingesetzt. Das aus eigenem Blut gewonnene Plasma, hemmt Entzündungen, vermindert das Schmerzempfinden und fördert die Regeneration von Knochen-, Knorpel- und Muskelgewebe. Dieses Verfahren ist äußerst effektiv sowohl bei separatem Einsatz als auch in Kombination mit anderen therapeutischen Verfahren. Wird die autologe Plasma-Behandlung mit anderen Verfahren – wie der physikalischen Therapie, der elektrischen Myostimulation, Stosswellentherapie, Reflexologie, Sporttherapie und Massagen – kombiniert, können Behandlungszeiten bei Sportverletzungen sowie die Rehabilitationsdauer nach Operationen verkürzt werden.

Körpereigenes Doping

In dem Plasma finden sich nach der speziellen Zubereitung körpereigene bioaktive Stoffe und Wachstumsfaktoren in konzentrierter Form. Diese können das Muskelwachstum anregen und die Ausdauerleistung verbessern. Deswegen stand das PRP-Verfahren noch vor kurzem auf der Dopingliste.

  • Quetschungen, Verstauchungen, Verrenkungen, Bänderrisse
  • Sehnenleiden (Tendinopathie), Skelettmuskelschäden, Frakturen
  • Rehabilitation nach leichten, mittelschweren oder schweren Sportverletzungen
  • Sportverletzungen (Schmerzen, Schwellungen, Rötungen, Bewegungsverlust)
  • Reduktion von Rehabilitationszeiten
  • Aktivierung von zellulärer Mechanismen der Gewebereparatur
  • Stimulierung von Fibroblasten-, Osteoblasten- sowie die Chondrozyten-Proliferation
  • Verbesserung der Kollagenogenese, Osteogenese und Angiogenese
  • Verbesserung der Durchblutung sowie Stoffwechselprozesse

 

Trichologie / Haarbehandlung / Haarausfalltherapie

Die speziellen PRP-Röhrchen und eines speziellen Zentrifugations-Verfahrens werden dafür verwendet, um ein autologes Plasma aus dem Blut zu gewinnen, die anschließend in die Kopfhaut des Patienten injiziert wird. Dadurch soll das Absterben der Haarfollikel verhindert und der Wechsel von der Telogen- (Ruhephase) in die Anagenphase (Wachstumsphase) gefördert werden. Autologes Plasma kann dabei die Blutmikrozirkulation verbessern und Stoffwechselprozesse beschleunigen.

  • Behandlung von trockenem, dünnem, brüchigen Haar
  • Kopfhaut-Seborrhoe
  • Alopezie (kreisrunder, diffuser, androgener Haarausfall)
  • Haarausfall
  • Haarfollikelstärkung
  • Normalisierung der Talgdrüsenfunktionen
  • seborrhoische Dermatitis
  • Hemmung von Wachstum von Pilzen und Bakterien auf der Kopfhaut
  • Verbesserung der Haarstärke und -struktur
  • PRP kann Haarausfall stoppen und neues Haarwachstum anregen

 

Wie wirkt die PRP-Therapie?

Für die Herstellung von PRP werden ca. 10-20 ml Blut aus der Vene entnommen und mit einem speziellen Verfahren aufbereitet. Der wirksame Teil des Plasmas mit Wachstumsfaktoren, bioaktiven Stoffen, Proteinen und Stammzellen wird für die Behandlung und Zellerneuerung verwendet.  Das PRP wird dann mit feinsten Nadeln eingespritzt. In der ästhetischen Medizin mit kann das PRP zusätzlich mit Microneedling kombiniert werden. Durch die injizierten Stoffe wird die Produktion von Kollagen, neuer Blutgefäße, Hautfasern und Hyaluronsäure angeregt. Es findet eine Zellerneuerung, Verbesserung der Hautfeuchtigkeit und Hautstraffung  statt. Die Behandlung von der Blutentnahme, Aufbereitung, Injektion und Nachbehandlung dauert ca. 45 Minuten.

 

Welche Kontraindikationen gibt es?

Als Kontraindikation gelten:

  • Krankheiten, die durch das Blut übertragen werden (z.B. Hepatitis, HIV u.a.)
  • Schwangerschaft
  • Akute oder infizierte Hautkrankheiten im Behandlungsgebiet
  • Störungen der Blutgerinnung, Autoimmunerkrankungen, Leberkrankheiten und Krebs
  • Aspirin, ASS, Volaren, Ibuprofen oder ähnliche Schmerz- und Rheumamittel (NSAID) hemmen die Aktivität der Blutplättchen und sollen eine Woche vor der Behandlung abgesetzt werden

 

Welche Nebenwirkungen und Risiken können auftreten?

Im Allgemeinen ist die PRP-Therapie sehr gut verträglich. Wie bei jeder Injektion, können auch bei Injektion von PRP Schwellungen, Blutergüsse, Schmerzen, Infektionen und allergische Reaktionen auftreten.

Um die Risiken einer Komplikation zu reduzieren ist es besonders wichtig, einen erfahrenen Facharzt vor der Behandlung zu konsultieren.

 

Wie finde ich einen guten Arzt für die Behandlung mit PRP?

Die wichtigste Voraussetzung für ein zufrieden stellendes Ergebnis ist die Behandlung durch einen entsprechend ausgebildeten Facharztes. Der Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie ist für die ästhetischen Behandlungen besonders ausgebildet. Der Plastische und Ästhetische Chirurg ist ein anerkannter Facharzt, der nach Abschluss seines Medizinstudiums eine sechsjährige Weiterbildung absolviert hat. Dr. med. Grundentaler ist Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie und war in den letzten 10 Jahren als Facharzt und Oberarzt in den führenden Kliniken in Berlin tätig.

„Schönheitschirurg“ reicht nicht.

Nur der Titel „Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie“ (bzw. „Facharzt für Plastische Chirurgie“) ist geschützt. Andere Bezeichnungen wie „Kosmetischer Chirurg“, „Schönheitschirurg“ oder  „Ästhetischer Chirurg“ sind keine geschützten Titel und können von jedem Arzt geführt werden. Über ihre Aus- bzw. Weiterbildung sagen sie nichts aus.

 

Wie wird die Behandlung durchgeführt?

Im Rahmen eines persönlichen Gespräches werden Ihre Vorstellungen, Therapiemöglichkeiten, evtl. Risiken  und das weitere Procedere besprochen. Es wird die Art und die zielgenaue Anwendung von PRP festgelegt. Die Behandlung kann zur Schmerzreduktion unter der Anwendung von lokaler Betäubungscreme durchgeführt werden.

 

Wie lange wirkt die Hyaluronsäure?

Um ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen sollten 3 – 4 Behandlungen erfolgen. Der Behandlungserfolg von PRP und Vampirlifting ist nach 3-10 Wochen am stärksten und steigt mit der Anzahl der Anwendungen.  Zur Stabilisierung und Verstärkung des Erfolges wird eine jährliche Auffrischung empfohlen.

 

Weitere Informationen und wissenschaftliche Untersuchungen zu PRP

Spiegelbericht “Die Turboheiler”
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-124097548.html

Nofal E et al: Platelet-rich plasma versus Cross technique wits 100% trichloroacetic acid versus combined skin needling and platelet-rich plasma in the treatment of atrophic acne scars: a comparative study. Dermatol Surg 2014, Aug; 40(8): 864-73

Cervelli V et al : The effect of autologous activated platelet rich plasma (AA-PRP) injection on pattern hair loss: clinical and histomorphometric evaluation. Biomed Res Int. 2014; 2014: 760709

Fabi S et al: The potential of topical and injectable growth factors and cytokines for skin rejuvenation. Facial Plast Surg 2014, April; 30(2): 157-71

Schiavone G et al: Platelet-rich plasma form androgenetic alopecia: a pilot study.  J Dermatol Surg 2014; 40(9): 1010-1019

Marx RE: Platelet rich plasma:evidende to support its use. J Oral Maxillofac Surg 2004, 62: 489-496

Ramos-Torrecillas J et al: Human fibroblast-like cultures in the presence of platelet-rich plasma as a single growth factor source: clinical implications. Adv Skin Wound Care Mar 2014, 27(3): 114-20

Yuksel EP et al: Evaluation of effects of platelet-rich plasma on human facial skin. J Cosmet Laser Th 2014, Oct; 16(5): 206-8